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12. 12. 2006

Chili


 Sauer macht lustig und scharf macht...

Chilis, ob aus der Flasche oder als Schote, das Vitamin C reiche Gewürz ist für viele ein Genuss.

Ursprünglich kommen die Chilis aus dem mittel- und südamerikanischen Raum. Christoph Kolumbus brachte sie Ende des 15. Jahrhunderts nach Europa und über Seehandelswege gelangte die Pflanze nach Afrika, Indien und Südostasien.

Doch was macht Chilis scharf und was haben Chilis in Kakao zu suchen?

Capsaicin, das sich vorwiegend in den Kernen der Schoten befindet, ist verantwortlich für die Schärfe. Es macht nicht nur scharf, sondern regt auch den Stoffwechsel an und wirkt verdauungsfördernd. Für „entschärften“ Genuss empfiehlt es sich die Kerne zu entfernen. Die Schärfe von Chilis wird in sogenannten Scoville-Einheiten gemessen, die der Apotheker Wilbur Scoville 1912 erfand. Die nach ihm benannte Skala beruhte ursprünglich auf Basis eines ausgeklügelten Geschmackstests, der den Grad der Verdünnung in Wasser bestimmt, bei der die Schärfe nicht mehr zu schmecken ist. Heute misst man die Schärfe durch Hochdruckchromatograph-Analysen, die die enthaltene Menge des Wirkstoffs Capsaicin feststellen. Die Skala reicht von 0 Scoville (Gemüsepaprika/Ketchup), über 2500 Scoville (Jalopeño Chilis/Tabasco rote Chilisauce) bis hin zur schärfsten aller Chilis: Habanero (100.000 Scoville).

Chilis in Flaschenform

Die bekannteste Soße, die aus Chilis hergestellt wird, ist Tabasco und in drei Geschmacksvarianten bei uns erhältlich: rot (scharf), grün (mild) und ganz neu: Tabasco Chipotle Chilisauce (rauchig-würzig, mittel-scharf).

Die Auswahl und die Verarbeitung der Schoten machen Tabasco einzigartig. Nur die besten Schoten werden zu Tabasco verarbeitet; sie müssen jedoch die richtige Reife und Farbe haben. Dies wird anhand eines Teststreifens ermittelt. Ist die Schote nicht identisch mit der Farbe des sogenannten „Baton Rouge“ (kleiner roter Stab), wird sie nicht geerntet. Ausgewählte Chilis werden zu einer Maische zerstampft und lagern drei Jahre in Eichenfässern. Einzige Zusatzstoffe sind Branntweinessig und Salz. Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker sind tabu.

Chili-Würze in Kürze

- Nach zu scharfem Chiligenuss hilft am ehesten ein Glas Milch.
- Chilischoten gehören zu den meist angebauten Gewürzen der Welt.
- Paprika und Chilis enthalten drei mal so viel Vitamin C wie Zitronen und Orangen
- Capsaicin in Chilis wirkt als Geschmacksverstärker. Somit kann sich der Eigengeschmack verschiedener Zutaten erst durch Schärfe (z. B. Tabasco) richtig entfalten.
- Chilis machen gute Laune. Durch Ausschüttung vom körpereigenen Rauschstoff Endorphin, der das Brennen der Schärfe bekämpft.

Wer bei unseren Wintercocktails nichts nach seinem Geschmack gefunden hat, sollte unbedingt dieses Rezept ausprobieren:

Hernando Fernandez, Arzt und Botaniker des spanischen Königs Philipp II, reiste im Jahre 1570 nach Amerika und entdeckte bei den Azteken ein heisses Getränk, welches nicht nur scharf ist sondern auch scharf machen, sprich die sexuelle Lust enorm steigern soll. In leicht abgewandelter Form ist dieses Getränk auch heute noch ein absoluter Genuss.

Sie benötigen für 5 Tassen:

1/4 Ltr. Wasser
3/4 Ltr. Milch
70 Gramm Kakao (ungesüßt)
120 Gramm Zucker
1 Vanilleschote
3 Essl. Honig
1/2 Chilischote
1 Messersp. Salz

Zubereitung: Die Vanilleschote aufschneiden und mit der Milch aufkochen. Den Kakao und den Zucker hinzufügen, verrühren. Wasser dazugießen und mit Chili, Salz und Honig würzen.

Quelle:UGW,ThE
















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