13. 12. 2006
Kündigen Schlammvulkane neue Tsunamis an?
Deutsche und thailändische Wissenschaftler entdeckten vor der Westküste Thailands auf dem Meeresboden mehrere Schlammvulkane.
Auf einer Länge von100 Metern und 800 Metern Breite erstreckt sich die Formation, rund 250 Kilometer vor der Ferieninsel Phuket, so Projektleiter Anond Sanitwong von der thailändischen Chulalongkorn-Universität.
In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universität Kiel wurde erstmals in dieser Region der Meeresboden erforscht. Die Schlammvulkane liegen einige hundert Kilometer östlich des Grabens zwischen den tektonischen Platten in denen am 26. Dezember 2004 das schwere Beben entstand, welches die Flutkatastrophe mit mehr als 220.000 Toten auslöste.
Schlammvulkane fördern große Mengen an Schlick an die Oberfläche. Dieser Schlamm breitet sich großflächig aus und bedeckt den Meeresgrund. Noch ist für die Forscher nicht ersichtlich ob die Aktivität der Schlammvulkane auf Bewegungen im Untergrund zurückzuführen sind oder gar solche Bewegungen ankündigen.
Sanitwong, dessen Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 165.000 Euro gefördert wird: "Wir müssen untersuchen, ob die Gefahr unterirdische Erdrutsche besteht, die kleinere Tsunamis auslösen können".