09. 02. 2007
Baltimore Gas and Electric Co. ist der Stromversorger der NSA, welche auch der mit Abstand größte Kunde ist. Weder der Stromanbieter noch die Gebäudeinfrastruktur der NSA sind jedoch für den massiv gestiegenen Strombedarf ausgerüstet.
Zwischen 65 und 75 Megawatt (pro Stunde!) benötigt der Geheimdienst zur Zeit, es werden jedoch bis Ende des Jahres nochmal zwischen 10 und 15 Megawatt mehr erforderlich sein. Die NSA habe ein Team gegründet, um die Probleme mit der Stromversorgung, der Klimatisierung und der Raumkapazitäten zu lösen.
Seit Bush haben die Geheimdienste weitgehend freie Hand, unterliegen praktisch keinen Kontrollen mehr und entsprechend großzügig wird mit den Geldern umgegangen.
Ein Geheimdienstausschuss soll nun prüfen wie das Stromproblem gelöst werden kann und nimmt dabei auch gleich die für 2007 und 2008 zusätzlich geforderte Milliarde Dollar unter die Lupe.
Nach Meinung von Kongressmitgliedern werden seit Jahren bei der NSA Steuergelder verschwendet und auch Anfragen des Ausschusses an die NSA deuten daraufhin, dass man Zweifel hat, ob die NSA überhaupt in der Lage ist, zukünftige Bedürfnisse realistisch einzuschätzen.
Der Ausschuss wird sich auch mit der Rechtmäßigkeit und Effizienz des "Terrorist Surveillance Program" der NSA beschäftigen, der von US-Präsident Bush angeordneten Lauschaktion, für die bis vor Kurzem keine richterliche Genehmigung eingeholt werden musste. Rockefeller kritisiert, dass die Mitglieder des Ausschusses praktisch keine Informationen über die Lauschaktion erhalten haben.
Nachdem die Demokraten nun auch die Mehrheit im Kongress stellen, wird erwartet, dass noch in diesem Jahr ein neues Gesetz das Abhören von US-Bürgern regeln wird.