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09. 02. 2007

Stromprobleme beim US-Geheimdienst NSA


Stromprobleme beim US-Geheimdienst NSA

Weder unzureichende Soft- noch Hardware sorgen bei dem Geheimdienst, der auch als "No such agency" bekannt ist, für Sorgen. Auch klagt man nicht über Personalmangel. Der Strom ist es; die schon sehr bald nicht mehr ausreichende Energieversorgung bereitet Kopfzerbrechen.
Der sich in den letzten Jahren verfielfältigende Datenverkehr und die seit 2001 ausgeweiteten Aufgaben verlangen den Superrechnern der NSA alles ab. John D. Rockefeller, Vorsitzender im Geheimdienstausschuss des Senats befürchtet Stromausfälle und Überspannungen, die nicht nur die Geräte beschädigen, sondern auch zu einer "Art nationaler Katastrophe" führen könnten.

Teure Supercomputer konnten im letzten Jahr bereits nicht genutzt werden, da befürchtet wurde, diese würden dem maroden Stromnetz den Rest geben. Bereits im Jahr 2000 kam es zu einem Stromausfall, der für einige Tage das Herz der Agency lahm legte. Um zur Zeit überhaupt arbeitsfähig zu bleiben, hat die NSA darauf verzichtet, weitere Großcomputer zu aktivieren und fährt dauernd bestimmte Teile ihres Equipments rauf und runter.
Baltimore Gas and Electric Co. ist der Stromversorger der NSA, welche auch der mit Abstand größte Kunde ist. Weder der Stromanbieter noch die Gebäudeinfrastruktur der NSA sind jedoch für den massiv gestiegenen Strombedarf ausgerüstet.

Zwischen 65 und 75 Megawatt (pro Stunde!) benötigt der Geheimdienst zur Zeit, es werden jedoch bis Ende des Jahres nochmal zwischen 10 und 15 Megawatt mehr erforderlich sein. Die NSA habe ein Team gegründet, um die Probleme mit der Stromversorgung, der Klimatisierung und der Raumkapazitäten zu lösen.

Seit Bush haben die Geheimdienste weitgehend freie Hand, unterliegen praktisch keinen Kontrollen mehr und entsprechend großzügig wird mit den Geldern umgegangen.
Ein Geheimdienstausschuss soll nun prüfen wie das Stromproblem gelöst werden kann und nimmt dabei auch gleich die für 2007 und 2008 zusätzlich geforderte Milliarde Dollar unter die Lupe.
Nach Meinung von Kongressmitgliedern werden seit Jahren bei der NSA Steuergelder verschwendet und auch Anfragen des Ausschusses an die NSA deuten daraufhin, dass man Zweifel hat, ob die NSA überhaupt in der Lage ist, zukünftige Bedürfnisse realistisch einzuschätzen.

Der Ausschuss wird sich auch mit der Rechtmäßigkeit und Effizienz des "Terrorist Surveillance Program" der NSA beschäftigen, der von US-Präsident Bush angeordneten Lauschaktion, für die bis vor Kurzem keine richterliche Genehmigung eingeholt werden musste. Rockefeller kritisiert, dass die Mitglieder des Ausschusses praktisch keine Informationen über die Lauschaktion erhalten haben.

Nachdem die Demokraten nun auch die Mehrheit im Kongress stellen, wird erwartet, dass noch in diesem Jahr ein neues Gesetz das Abhören von US-Bürgern regeln wird.

 

















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