Google      

COGITO als Startseite

26. 04. 2007

Miete oder Eigenheim - für wen investiere ich mein Geld?


Miete oder Eigenheim - für wen investiere ich mein Geld?

Eine Familie mit Kindern, die monatliche Mietkosten in Höhe von 1400 Euro hat, zahlt bei einer durchschnittlichen Mieterhöhung von zwei Prozent im Jahr in 40 Jahren mehr als eine Million Euro an ihren oder ihre Vermieter.

Diese drastische Tatsache haben die Bürger der europäischen Union außerhalb Deutschlands bereits seit längerem erkannt und ihre Konsequenzen daraus gezogen. In Spanien beispielsweise leben bereits 87 Prozent der Menschen im selbstgenutzten Wohneigentum. Auch in Norwegen, Portugal, Italien und diversen anderen Ländern übersteigt diese Quote laut einer Euroconstruct-Studie die 70 Prozent-Marke. Deutschland ist mit 43 Prozent Eigenheimbewohnern Schlusslicht in Europa.

Nur die Schweizer liegen diesbezüglich noch hinter den Bundesbürgern.

Ebenfalls anders als in Deutschland werden andere Europäer in Sachen Eigenheim auch viel früher aktiv als ihre deutschen Altersgenossen. In Großbritannien beispielsweise lebt bereits jeder zweite schon mit 24 Jahren in den eigenen vier Wänden.

Neben den horrenden Summen, die Mieter über die Jahre hinweg in die Taschen ihrer Vermieter zahlen, spielen aber hinsichtlich der Entscheidung für die eigenen vier Wände auch viele weiche Faktoren eine wichtige Rolle. Für Mieter ist insbesondere die angestrebte Unabhängigkeit vom Vermieter ein ganz entscheidendes Kriterium. Hinzu kommen als Hauptgründe für die Bundesbürger der mit dem Eigenheim geschaffene bleibende Wert, der sich auch vererben lässt sowie eine höhere Lebensqualität im Eigenheim. „Einen ganz entscheidenden Nachteil gegenüber Eigenheimbesitzern haben Mieter im Alter, wenn das verfügbare Einkommen deutlich absinkt. Dann erhöht sich die relative Belastung aus der monatlichen Mietverpflichtung ganz erheblich “, so Dr. Stefan Jokl vom Verband der Privaten Bausparkassen in Berlin.

Erschwerend kommt für die Gruppe der Mieter hinzu, dass laut Expertenmeinung die Mieten im Vergleich zu den in Deutschland gezahlten Renten überproportional ansteigen werden. Eigenheimfinanzierer stehen langfristig betrachtet deutlich besser da. Die anfangs hohen Zins- und Tilgungsbelastungen relativieren sich im Laufe der Zeit, sodass die monatliche Belastung gegen Ende der Finanzierung absolut und auch in Relation zu den bereits genannten sinkenden Einkünften geringer wird. Nach einer Studie des Forschungsinstitutes Empirica verfügen Wohneigentümer bei gleicher Einkommenssituation über ein etwa zehn Mal so hohes Privatvermögen wie Mieter.

Quelle: NP Nordpress

















Douglas - macht das Leben schöner