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26. 04. 2007

Probezeit: Vorsicht „Fettnäpfchen“


Probezeit: Vorsicht „Fettnäpfchen“

Die ersten Arbeitstage im neuen Job: Wer Kolleginnen und Kollegen einfach duzt und ihnen erst einmal erklärt, was sie alles falsch und wie sie es besser machen können, wird die Probezeit wohl kaum überstehen.
Doch wer einige Tipps beherzigt, wird die magischen „100 Tage im neuen Job“ leichter überstehen und so manches Fettnäpfchen zielsicher umgehen.
Selbst wenn sich im neuen Betrieb alle Kolleginnen und Kollegen duzen, sollte man selbst dies erst tun, wenn sie das Du angeboten haben. Überheblichkeit und Imponiergehabe kommt selten gut an. Wer nicht als notorischer Besserwisser abgestempelt werden möchte, sollte sich mit Ratschlägen an etablierte Kolleginnen und Kollegen sehr zurück halten. Überhaupt birgt der Umgang mit den neuen Kolleginnen und Kollegen viel unbewussten Zündstoff. Wer zu schnell zu kollegial wirkt, stets zu einem Plausch aufgelegt ist und hemmungslos mit Anekdoten aus seinem Privatleben glänzt, wird schnell selbst zum Klatschthema Nummer eins. Grundsätzlich gilt hier: weniger ist mehr. Freundlich und höflich bleiben, Fragen korrekt aber nicht zu ausschweifend beantworten. Üben Kolleginnen oder Kollegen Kritik, sollte man diese ernst nehmen. Aber: Am Anfang macht jeder Fehler und Kritik zu ertragen gilt übrigens als eine gute Eigenschaft.

Um das eigene Wirken und Handeln besser einschätzen zu können, macht es Sinn, sich einfach mal Gedanken darüber zu machen, was man selbst von einem „Neuen“ im Team erwarten würde und was dieser auf keinen Fall tun sollte. Auf der „Hitliste“, wie sich „der oder die Neue“ unbeliebt macht, ganz oben stehen: In der ersten Woche nach Urlaub fragen, pünktlich Feierabend machen, Kritik sofort abblocken, sich absondern und beispielsweise allein die Mittagspause verbringen ebenso wie das Ausplaudern zu vieler privater Details.

Gut kommt dagegen an, wenn „der oder die Neue“ viele aktive Fragen zu beruflichen Themen stellt, um das persönliche Wissen zu verbessern. Übrigens: Viele Kollegen werden sich durch die Fragen eher geschmeichelt fühlen als dass sie ungehalten reagieren. Dass man sich möglichst schnell die Namen der Kolleginnen und Kollegen merkt, versteht sich beinahe von selbst. Kollegialität ist ein probates Mittel, um das Eis zu brechen. Allerdings sollte man nicht nur in der Probezeit Einsatz zeigen, sondern natürlich auch darüber hinaus. „Sitten und Gebräuche“ sind in jeder Firma unterschiedlich – also sollte man sie herausfinden. Und: Wenn ein „Einstand“ üblich ist, sollte man diesen auch geben. Aber Vorsicht bei alkoholischen Getränken am Arbeitsplatz. Auch hier besser rückversichern, ob diese „Usus“ bzw. erlaubt sind.

Wer mit guter Arbeit aufwartet und sich zudem an „gute alte Tugenden“ wie Kollegialität, Freundlichkeit, Loyalität, Zuverlässigkeit, Lernbereitschaft und Pünktlichkeit erinnert, für den dürften „Fettnäpfchen“ am Arbeitsplatz weder in noch nach bestandener Probezeit kein Problem sein.

Quelle: nordpress
















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