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27. 04. 2007

I got a pocket full of kryptonite


I got a pocket full of kryptonite

Diesen Hit von den Spin Doctors aus dem Jahre 1991 kann ein britischer Forscher nun zu Recht mitsingen. In einem in Serbien gefundenen Mineral entdeckte er genau die Substanzen, die im Superman Comic als Kryptonit bezeichnet werden.
Um es vorweg zu nehmen, dass gefundene Kryptonit wird weder so heißen, noch besitzt es nach bisherigen Erkenntnissen irgendwelche besonderen Eigenschaften aber wenigstens kann es, so es in größerer Menge auftritt, wirtschaftlich genutzt werden.
"Sodium Lithium Boron Silicate Hydroxide"

Diese Mineralien sollen es sein, die Superman seiner Kraft berauben aber er kann aufatmen, ganz so schlimm wird es schon nicht kommen.
"Es tut mir leid, aber die Substanz ist nicht grün und sie strahlt auch nicht", so der Mineraloge Chris Stanley, der allerdings betont, dass sie bei Bestrahlung mit UV-Licht in pink-orange strahlt.

Gefunden wurde das weiße Mineral von der Bergbaufirma Rio Tinto, die sie nicht zuordnen konnte und daher die Experten im Natural History Museum anriefen. Stanley unterzog die Probe einer genauen Untersuchung und durchforstete die Literatur nach einem Hinweis. Fündig wurde er allerdings nicht in der wissenschaftlichen Literatur, sondern im Reich der ComicHelden: "Sodium Lithium Boron Silicate Hydroxide" - so lautete die Aufschrift des Behälters, den der Bösewicht Lex Luthor aus dem Museum stiehlt, um Superman unschädlich zu machen. Und das waren auch die Bestandteile des bisher unbekannten Minerals.

Einen weiteren Unterschied wies die echte, zur Zeit vom Natural History Museum ausgestellte Substanz zudem auch noch auf: Sie enthielt kein Fluor, entsprach aber ansonsten ziemlich genau der Comic-Vorlage. "Das Mineral ist ziemlich hart und feinkörnig", berichtet der Forscher. Die genaue atomare Struktur wurde in den Labors des Canada National Research Council unter der Leitung von Pamela Whitfield und Yvon Le Page untersucht.

Schade aber: Das Mineral darf nach den geltenden Regeln der wissenschaftlichen Nomenklatur nicht als Kryptonit bezeichnet werden, weil es nichts mit dem bereits im Periodensystem vorhandenen Element Krypton zu tun hat. "Jadarit" wird es heißen, abgeleitet von seinem Fundort Jadar/Serbien.

Stanley bezeichnet die Neuentdeckung als durchaus interessant: Wenn das Mineral in größerer Menge auftaucht, könnte es wirtschaftlich genutzt werden, da es die beiden wertvollen Elemente Boron und Lithium enthält. Und die Anwendung dieser ist sehr vielfältig.

Quelle:DLP/EPR


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