26. 04. 2007
Schlafmangel macht krank
Nicht nur subjektiv als zu wenig wahrgenommener Schlaf kann die Ursache sein sondern auch ein unbewusst gestörter Schlaf.
Rund um die Uhr erreichbar zu sein, ist für viele Menschen
selbstverständlich. Handy und Laptop sind auf Dauerempfang. Dass dabei
der Schlaf zu kurz kommt, wird vergessen: Wem eine kurze Nachtruhe
genügt, gilt als dynamisch und engagiert. Immer mehr Wissenschaftler
kommen jedoch zu dem Ergebnis, dass Schlafmangel krank machen kann:
Eine verringerte geistige und körperliche Leistungsfähigkeit, Unruhe,
Reizbarkeit, Angst und Erschöpfung sind die unmittelbaren Folgen.
Jüngste Untersuchungen belegen sogar einen Zusammenhang von zu wenig Schlaf und Übergewicht. Dabei wird vermutet, dass das Schlafdefizit den Grundumsatz senkt, indem es den Glukose- und Hormonstoffwechsel negativ beeinflusst.
Gesunder Schlaf
Vor allem im Tiefschlaf arbeitet das Immunsystem auf Hochtouren. Bis drei Uhr in der Nacht wird der gesamte Tagesbedarf an Wachstumshormonen ausgeschüttet, die zur Zellteilung und Regeneration benötigt werden. Daher raten einige Schlafforscher, stets vor drei Uhr zu Bett zu gehen. Andere halten nicht die Schlafzeit für entscheidend, sondern die Qualität des Schlafs. Sieben bis acht Stunden gelten als optimales Schlafpensum. Dabei werden fünf Schlafzyklen durchlebt, die in vier Stadien eingeteilt sind: das Einschlafstadium, den leichten Schlaf und zwei Tiefschlafphasen, mit einem unterschiedlichen Anteil an Tiefschlafwellen. Hinzu kommt noch der Traumschlaf, der durch schnelle Augenbewegungen (rapid eye movement, REM) gekennzeichnet ist. Während der Tiefschlaf sichert, dass der Organismus gesund bleibt und Infektionen abwehren kann, ist die REM-Phase für das Gehirn unverzichtbar - in dieser werden die Tagesereignisse verarbeitet und gespeichert.
Atemaussetzer stören den Schlaf
Unter einer gestörten Schlafstruktur, in der Tiefschlaf- und REM-Phasen fast vollständig ausbleiben, leiden nicht nur Workoholics, sondern auch etwa vier Millionen deutsche Schnarcher, denen etliche Mal pro Nacht für mehr als zehn Sekunden der Atem wegbleibt. Schlafapnoe heißt die Erkrankung, die mit andauernder Tagesmüdigkeit, Leistungsminderung und sexueller Unlust einhergeht, aber auch Herzinfarkte, Bluthochdruck und Schlaganfälle begünstigt. Um den ungesunden Atempausen auf die Spur zu kommen, raten Ärzte Dauerschnarchern zu einer ambulanten Untersuchung mit innovativen Screeninggeräten wie ApneaLink (www.resmed.de). Mit einer gezielten nCPAP-Therapie (nasale kontinuierliche positive Überdrucktherapie) sind anschließend effektive Behandlungen möglich.
Quelle: djd/pt