02. 07. 2009
Individuell spielen die vielen identifizierten genetischen Variationen nur eine winzige Rolle bei der Erhöhung des Schizophrenie-Risikos innerhalb der Generationen. Laut Shaun Purcell, einem der leitenden Wissenschaftler, spielen diese Abweichungen gemeinsam jedoch eine entscheidende Rolle. Sie sind für wenigstens ein Drittel des Risikos verantwortlich. Weitere Studien seien jedoch erforderlich, um die genaue Umwandlung der Abweichungen in eine Erkrankung zu erforschen. Alle drei Studien weisen auf Gene hin, die sich auf dem Chromosom 6 befinden, im so genannten Aupthistokompatibilitätskomplex. Er spielt eine Rolle beim Immunsystem und bei der Kontrolle der Aktivierung oder Deaktivierung anderer Gene.
Damit könnte laut den Wissenschaftlern auch erklärt sein, warum Umweltfaktoren bei dieser Krankheit ebenfalls eine Rolle zu spielen scheinen. Es gibt zum Beispiel Hinweise darauf, dass Kinder von Müttern die während der Schwangerschaft Grippe hatten, über ein höheres Risiko verfügen. Insgesamt identifizierten die Wissenschaftler 30.000 winzige genetische Abweichungen, die bei Menschen mit Schizophrenie häufiger auftreten.
Quelle: pte/ pressetext.at