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22. 09. 2011

Der Papst in Deutschland II


Der Papst in Deutschland
Fünf Minuten vor der geplanten Zeit, ist Papst Benedikt XVI., um 10:25Uhr mit einer Maschine der Alitalia, welche im deutschen Luftraum von vier Kampfjets der deutschen Luftwaffe begleitet wurde, in Berlin Tegel gelandet.

Auf dem weiträumig abgesperrten Gelände, des militärischen Teils des Flughafens, wurde der Papbst von Bundespräsident Christian Wulff und Bundeskanzlerin Angela Merkel empfangen.

Traditionell war eine Ehrenformation der Bundeswehr angetreten und ehrte den Papst mit 21 Salutschüssen. Neben Vertretern der Deutschen Bischofskonferenz begrüßten auch zahlreiche Kabinettsmitglieder den "deutschen" Papst.

In seiner Ansprache auf Schloss Bellevue hob der Papst hervor, dass es sein Ziel sei bei diesem Besuch vor allem Menschen zu begegnen und über Gott zu sprechen.
Papst Benedikt ging aber auch wie von vielen erhofft auf die sozialen Herausforderungen einer modernen Gesellschaft ein. Die Religion, so betont er, ist eine der Grundlagen für ein gelingendes Miteinander.
Die Freiheit des Individuums, entfaltet sich nur in der Verantwortung vor einem höheren Gut, doch, dieses Gut gibt es nur für alle gemeinsam.

Der Blick auf den Mitmenschen ist gefordert, denn Freiheit als höchstes Gut kann nicht in Beziehungslosigkeit gelebt werden. "Im menschlichen Miteinander geht Freiheit nicht ohne Solidarität".

Die von vielen erhofften Worte zu Wirtschaftskrise, hier waren sie, leise aber deutlich!

Splitter:
Aktuell sind ca. 18.000 Polizisten im Einsatz, um Papst Benedikt zu schützen, seine Gefährdungsstufe wird mit der von US-Präsident Obama gleichgesetzt. Sondereinheiten stehen überall zur Verfügung, die Fahrtstrecken sind unter anderem mit Scharfschützen abgesichert, auch mehrere Spezialfahrzeuge (siehe Bilder), welche man sonst nur vom Secret Service kennt sind mit schwerbewaffneten Polizisten im Einsatz.
Ein voll ausgerüsteter Krankenkenwagen begleitet die päpstliche Fahrzeugkolonne.

 

Das Vier-Augen-Gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel lief lt. Pater Federico Lombardi auf sehr entspannter und freundlicher Ebene. Die im Vorfeld aufgekommene und durch die Bundeskanzlerin Merkel geäusserte Verstimmung bezüglich der Haltung des Papstes zu Richard Williamson wurde bereits im Vorfeld des Besuchs durch ein persönliches Telefonat von Papst Benedikt mit der Bundeskanzlerin abschliessend geklärt.

Das offizielle Programm wird mit der, mit Spannung erwarteten, Rede im Deutschen Bundestag um 16:15Uhr fortgesetzt. Im Anschluss daran, ab 18:00Uhr wird der Papst im Olympiastadion erwartet, wo er sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen wird.

Am Abend feiert Benedikt XVI. eine Heilige Messe im Olympiastadion, für die 70.000 Eintrittskarten vergeben wurden. Weitere Stationen der viertägigen Apostolischen Reise sind bis Sonntag Erfurt, der Wallfahrtsort Etzelsbach im thüringischen Eichsfeld und Freiburg, Heimatbistum des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch.

Benedikt XVI. war seit seiner Wahl im Mai 2005 schon zwei Mal in Deutschland. Im August 2005 besuchte er den Weltjugendtag in Köln, im September 2006 reiste er in seine bayerische Heimat nach München, Altötting, in seinen Geburtsort Marktl am Inn, nach Regensburg und Freising.

Text&Bild: the

 

 
















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